
Stand 19.03.2006
© by Iris & Esther Rewitz
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Grüne Gentechnik
A. Warum keine Gentechnik?
Warum die Zulassung und Ausbringung genveränderter Saaten mehr als nur problematisch ist:
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I.) Arten-, Natur- und Gesundheitsschutz betreffende Gründe:
Missglückte Freilandversuche führten bereits zu Artensteben und welche langfristigen Auswirkungen die nun zugelassenen Saaten auf die Fauna haben werden lässt sich auch heute noch nicht sagen - nur eines ist sicher: dieser Vorgang ist irreversibel!
Der Anbau in den USA und Kanada zeigte bereits massive Auswirkungen auf die Vielfalt der Nutzpflanzen - Greenpeace nennt dort erschreckende Zahlen (vergl. Geenpeace-Infoblatt 'Gentechnik in der Landwitschaft - Bedrohte Vielfalt') und es müsste doch klar sein, dass auch dies langfristig erheblichen Einfluß auf die Lebensqualität und Gesundheit des Menschen hat!
Die im Freiland unweigerliche Ausbreitung von Pollen macht biologischen Landbau unmöglich und führt zur irreversiblen Verbreitung der gezüchteten Eigenschaften mit bereits bekannten negativen, unberechenbaren Auswirkungen (z.B. Weitergabe der Resistenz-Eigenschaften führte bereits zu Superunkräuter) und noch vielen unklaren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und die Tier- und Pflanzenvielfalt. Dass die Kontamination in flächenmäßig so großen Ländern, wie USA und Kanada sowohl für biologischen, als auch konventionellen Landbau bereits zu einem riesen Problem geworden ist, sollte uns doch einiges zu denken geben in einem vergleichsweise fliegendreck-großem Land, wie Deutschland!
Extreme Monokulturen, fördern völlige Ausbeutung des Bodens und machen hohe Düngemittel- und langfristig weitere Einsätze an Heribiziden und Pestiziden notwendig, da Schädlinge mit der Zeit Resistenzen entwickeln. In den USA und Kanada bereits fakt!
Biologischer Landbau wird aufgrund genetischer Verunreinigung sinnfrei! In den USA und Kanada bereits fakt!
Ein entstandenes Ungleichgewicht durch sterbende Arten oder gesundheitliche Schäden am Menschen kann sowohl den Organismus, als auch das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen.
Es werden völlig naturfremde Lebewesen erschaffen mit ernährungsphysiologisch unkalkulierbaren Folgen: Vergiftungen, Allergien und Resistenzen.
Natürliche Barrieren, die die Übertragungen von Bakterien, Viren, Pilzen und sonstigen Stoffen zwischen den Arten bisher verhinderten, können theoretisch durch den artenübergreifenden Genaustausch überwunden werden.
Die 'Lebendigkeit' - der ernährungsphysiologische Wert - dieser Produkte ist zweifelhaft und nicht vergleichbar mit ökologisch produzierten Produkten, die bekanntlich völlig frei vom Einsatz von Chemie hergestellt werden.
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Hier möchten wir auch noch einen überaus aussagekräftigen Abschnitt von Inka e.V. zitieren:
'Die genetische Vielfalt unserer Nahrungspflanzen gilt als Garant für langfristige Nahrungssicherheit und -stabilität. Der kleine Genpool von Monokulturen dagegen erhöht die Anfälligkeit der Pflanzungen für Krankheiten und Schädlinge. Es gibt zahlreiche Beispiele die belegen, dass ein katastrophaler Schädlingsbefall von Kulturpflanzen langfristig verhindert werden kann, wenn andere Unterarten oder wilde Verwandte eingekreuzt werden. Um die Sorten mit den entsprechenden Eigenschaften zu finden, wird das Wissen von Kleinbauern und indigenen Völkern benötigt, welche die Kulturpflanzen seit langem nutzen und ihr Wissen über deren spezielle Eigenschaften seit Generationen weitergeben. Diese Möglichkeiten gehen mit dem Wissen der Kleinbauern und dem Verlust lokal angepasster Arten unwiederbringlich verloren.'
- Auch noch ausführlicher nachzulesen auf dieser Internetseite von Inka e.V.!
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II.) Wirtschaftliche Gründe:
Völlige wirtschaftliche Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Hexenküchen der Gentechniker durch terminierte Saaten (vgl. Quelle zur Terminatortechnik) => absolute Monopolisierung der Saatgutproduktion
Abgabe der Kontrolle landwirtschaftlicher Produktion(-smethoden) an die Konzerne wegen speziell einzusetzender Herbizide, Pestizide und Düngemittel => völlige Abhängigkeit und hoher Kostenaufwand für Chemikalien und leider nur 'theoretisch' auch für die Sanierung von mit Chemikalien verseuchten Böden und Gewässern!
Große Monokulturen führen zum Untergang nicht mehr konkurrenzfähiger biologischer und konventioneller Betriebe oder/und Kosten für Schadenersatzzahlungen an herkömmliche bzw. Bio-Produzenten mit nun mehr kontaminierten Erzeugnissen; weitere Nahrungsmittelskandale sind vorprogrammiert (- was soll man da noch essen?)

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III.) Humanistische Gründe:
Dem Menschen ist das Lernprinzip des Versuchs und der Niederlage zueigen - die Gentechnik produzierte schon unzählige missglückte Versuche - dieses Vorgehen am lebendigen Wesen ist unmenschlich und die Vollkommenheit der Schöpfung verhöhnend! - Wir sollten uns und die Umwelt nicht als Versuchskaninchen opfern! Eine kleine Liste finden Sie auf den externen Internetseiten von "Das-gibst-doch nicht".
Ein durch Krankheit und Schwäche gezeichnetet Leben, das durch Versuche oder schlicht die Beraubung unserer Wahlmöglichkeit zwischen nachweislich lebenserhaltenden Produkten und minderwertigen bis gesundheitsschädlichen Produkten, also gezwungener Maßen gefristet werden muss, ist ein unwürdiges, aber derzeit noch vermeidbares Dasein!
Die Patentierbarkeit gentechnisch manipulierter lebendiger Wesen macht diese zu Eigentum einiger weniger Gentechnikfirmen. Lebensgrundlagen der Menschheit, wie gesunde, vielfältige Nahrung (inkl. Saatgut) und sauberes Wasser müssen geschützt werden und für alle verfügbar sein. Individuen, die sich nicht mehr selbst gehören sind die modernen Sklaven der Wissenschaft.
Die Tatsache, dass die US-Überproduktion von genverändertem Mais als Welthungerhilfe z.B. in Afrika landet, wo sich niemand Sogen um die physiologischen Auswirkungen machen kann bzw. vor Hunger nicht machen wird, das ist wahrlich perfide! - Europäische / Deutsche Unternehmen dürfen erst gar nicht in die Versuchung kommen ihre Designer-Feldfrüchte an uns oder sonst irgend jemandem in der Welt auszuprobieren. Mit Pflanzenschutzmitteln ist dies leider schon seit jeher die Praxis - Genfood darf jetzt nicht als nächstes Übel hinzukommen!

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IV.) Weitere Gründe:
Unser Recht auf Wahlfreiheit wird uns mittelfristig genommen, da eine Kontamination herkömmlichen Saatguts trotz gesetzlicher Lagerungs- und Anbaureglungen nicht aus bleiben wird. Diese von Anfang an befürchteten Auswirkungen auf das Recht auf Wahlfreiheit der Verbraucher wurden durch eine amerikanische Studie belegt. Wobei in dieser Studie der Grad der Kontamination nach einem Jahrzehnt Anbau von genveränderten Saaten in den USA für Mais, Sojabohnen und Raps untersucht wurde, aber nicht die Ursachen. Auch hier wird eindringlich auf die allgemein bekannten Gefahren für die künftige Nahrungsversorgung und die nicht bestehende Wahlfreiheit der Verbraucher hingewiesen.
Aufgrund unzulänglicher oder erst gar nicht durchgeführter Studien über die Auswirkungen von GVOs auf die menschliche Gesundheit und auf die Ökosysteme, wird der Verbraucher nun als Versuchskaninchen mißbraucht. - Cancerogene Auswirkungen erkennt man nicht innerhalb weniger Jahre! Eine schleichende Epidemie ist also nicht ausgeschlossen.
Ungeachtet aller gebrachten Argumente sollte doch zuletzt der Wille der Mehrheit der Verbraucher (70% - 80 %) entscheidend für die politischen Handlungen und Beschlüsse sein. - Warum werden wir von den - von uns gewählten - Politikern also nicht dementsprechend vertreten?

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Fazit:
Gentechnik im Freilandanbau kontaminiert unweigerlich die Umgebung, nach einigen Jahren also große Landstriche und nach weiteren Jahren irgenwann unserer gesamtes Anbaugebiet - ist es freigesetzt, läßt es sich nicht mehr aufhalten!
Lebensmittelvielfalt und -sicherheit nehmen mit zunehmender Kontamination ab. Beginnen wird das Disaster mit einigen Lebensmittelskandalen, die schon jetzt mit Gensoja im Schweinetrog begonnen haben.
Profitieren werden nur die Gentechnikfirmen, alle anderen und die Natur werden die Verlierer sein.
Die ausschliessliche Ausrichtung der Saatgut-Konzerne auf den Profit führt zu 'nicht-dem-Menschen-und-der-Natur-dienenden' Produktions-, Versuchs- und Vermarktungsstrategien, die zumindest in den Ländern mit nicht hungernden, mündigen Bürgern zu einem Boykott dieser Konzerne führen müssen.
Der Mensch sollte sich nicht anmaßen Gott zu spielen und dann in seiner Naivität glauben er hätte die Welt verbessert!

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Nachtrag
Alle angeführten Argumente, die sich unter anderem auf die Erfahrungen des GVO-Anbaus der letzten Jahre in Nordamerika stützen und durch die in die Presse gelangenden Informationen über die Geschäftspraktiken der großen GVO-Hersteller und einiger hochrangiger Politiker, wurden bis jetzt einstige bloße Befürchtungen nach und nach bestätigt.
Inzwischen ist absolut sicher, dass eine Kontamination herkömmlichen Saatguts sich durch so genanntes Monitoring nicht verhindern lässt. Es mehren sich zu dem die wissenschaftlichen Beweise, dass es GVO-Sorten gibt, die zum Beispiel das Blutbild verändern und im harmlosesten Szenario Allergien hervorrufen. Dennoch wurde zum mindestens eine dieser Sorten in der EU zugelassen.
Es gibt fast monatlich neue Erkenntnisse, die uns unserer Sache nur noch sicherer werden lassen: Es ging bei der Grünen Gentechnik nie um Gesundheit & Umwelt es geht um Märkte, Arbeitsplätze und riesige Summen Geld. Das alles müsste uns keine Sorgen bereiten, würden unsere Volksvertreter, vor allem die der Konservativen- und Neoliberalen-Riege nicht wie traditionell üblich (Wirtschafts-)Macht über die Gefährdung von Umwelt & Verbrauchern stellen!
Die genannten Geschäftspraktiken, zu denen auch das Verfahren "Erst mal an der Bevölkerung testen, was soll da schon schief gehen können" zählt, könnten einem die Sprache verschlagen, aber bevor das Eintritt, nehmen wir unsere Chancen für eine sichere, gesündere Welt war, indem wir von unseren Bürgerrechten Gebrauch machen. Dazu später mehr!
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